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Das gilt aktuell im Kanton Zürich

Gelingt es uns, das Coronavirus in Schach zu halten? Mit diesem Artikel behalten Sie die Übersicht über die Lage und die Regeln in Zürich.

Timo Grossenbacher, Alexander Müller, Florine Schönmann, Patrice Siegrist
Wird ständig aktualisiert
Im Kanton Zürich gab es in den letzten sieben Tagen 8445 Neuinfektionen (+34,0 Prozent im Vergleich zur Vorwoche). Zum Vergleich: Schweizweit wachsen die bestätigten Fälle schneller ( +35,0 Prozent im Vergleich zur Vorwoche). Die 14-Tage-Inzidenz im Kanton beträgt somit 956 Neuinfektionen auf 100'000 Einwohner (Gesamtschweiz: 1054).
Gemäss letztem Stand wurden bisher 2'234'794 Impfdosen gespritzt (143,9 Dosen auf 100 Personen, Schweiz: 136,6). Bisher vollständig geimpft sind im Kanton rund 68 von 100 Personen (Schweiz: 66 von 100).
Aktuell befinden sich 177 Personen in Spitalpflege, davon werden 40 künstlich beatmet. Seit dem Ausbruch des Coronavirus sind im Kanton 1540 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.
Zuletzt aktualisiert am 1.12.2021, 13:30

Aktuell gelten folgende Regeln:

An seiner Sitzung vom 8. September hat der Bundesrat eine weitreichende Zertifikatspflicht eingeführt. Bis auf weiteres gilt schweizweit folgendes. Wichtig: Die Kantone können strengere Massnahmen beschliessen (siehe unten).

  • Ein Covid-Zertifikat muss in den folgenden Situationen vorgezeigt und per Ausweisdokument kontrolliert werden:
    • Innenbereiche von (Hotel-)Bars und Restaurants.
    • Freizeit-, Sport und Unterhaltungsbetriebe, wie Theater, Kinos, Casinos, Schwimmbäder, Fitnesscenter, Kletterhallen, Museen, Zoos, usw.
    • Veranstaltungen im Innenbereich (Konzerte, Sportveranstaltungen, Vereinsanlässe, Privatanlässe wie Hochzeiten ausserhalb von Privaträumen).
      • Ausgenommen sind Veranstaltungen unter 30 Personen, bei denen sich die teilnehmenden Personen alle kennen und die in abgetrennten Räumlichkeiten in beständigen Gruppen durchgeführt werden (z.B. Sporttrainings oder Musikproben).
      • Ausgenommen sind zudem religiöse Veranstaltungen, Bestattungsfeiern, Veranstaltungen im Rahmen der üblichen Tätigkeit und der Dienstleistungen von Behörden, Treffen etablierter Selbsthilfegruppen und Veranstaltungen zur politischen Meinungsbildung mit unter 50 Personen
      • Ganz ausgenommen bleiben Treffen von Parlamenten und Gemeindeversammlungen.
    • Veranstaltungen draussen mit mehr als 1000 Personen bzw. 500 Personen (bei Sitzpflicht bzw. ohne Sitzpflicht).
    • Widerhandlungen gegen die Zertifikatspflicht werden mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft (siehe unten).
      • Einrichtungen und Veranstaltungen, welche die Zertifikatspflicht nicht beachten, droht eine Busse bis hin zur Schliessung der Betriebe.
    • Der Betrieb von Diskotheken und Tanzlokalen ist erlaubt, wenn der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat beschränkt wird. Die Maskenpflicht entfällt. Kontaktdaten müssen erhoben werden.
    • Alles weitere Wissenswerte zur Zertifikatspflicht finden Sie hier.
  • Arbeitgeberinnen dürfen das Zertifikat von ihren Mitarbeitenden verlangen, sofern es dazu dient, angemessene Schutzmassnahmen festzulegen oder Testkonzepte umzusetzen.
  • Öffentliche Veranstaltungen mit Publikum ab 1000 Personen benötigen eine kantonale Bewilligung.
  • Bei anderen Veranstaltungen wie beispielsweise Führungen in Museen oder Treffen von Vereinsmitgliedern sind maximal 50 Personen zugelassen. Hier gilt Masken- und Abstandspflicht.
    • Dies gilt auch für private Anlässe wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern, die nicht in den eigenen privaten Räumlichkeiten stattfinden.
  • Im Freundes- und Familienkreis drinnen dürfen sich bis zu 30 Personen treffen.
  • Im öffentlichen Raum und ausserhalb von Veranstaltungen dürfen sich bis zu 50 Personen treffen.
  • Es gilt für alle öffentlich zugänglichen Innenräume schweizweit eine Maskenpflicht:
    • In Alters- und Pflegeheimen kann die Maskenpflicht für geimpfte oder von Covid-19-Infektion genesene Bewohner und Bewohnerinnen aufgehoben werden.
  • Die Kantone oder die Hochschulen können eine Zertifikatspflicht für den Studienbetrieb auf Bachelor- und Masterstufe vorschreiben. In diesem Fall entfallen die Maskenpflicht und die Beschränkung der Belegung auf zwei Drittel der Kapazität.
  • In Sportanlagen drinnen müssen Kontaktdaten erhoben werden.
  • Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen in Isolation.
  • Personen, die engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, müssen in Quarantäne.
    • Personen in 10-tägiger Kontaktquarantäne können ab dem 7. Tag nach Vorweisen eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests dieselbe beenden.
    • Bis zum Ende der eigentlichen 10-tägigen Quarantäne muss die betroffene Person jedoch ausserhalb der eigenen Wohnung oder Unterkunft jederzeit eine Maske tragen und gegenüber anderen Personen 1.5 Meter Abstand einhalten.
    • Die Kontaktquarantäne entfällt bei Mitarbeitenden von Unternehmen, die über ein Testkonzept verfügen und der vor Ort tätigen Belegschaft mindestens einmal in der Woche Tests anbieten.
    • Die Kontaktquarantäne entfällt ebenfalls bei einem Nachweis, bereits an Covid-19 erkrankt gewesen oder vollständig geimpft zu sein.
  • Es müssen alle einreisenden Personen – ob sie nun geimpft, genesen oder getestet sind – das elektronische Passagier-Lokalisierungsformular ausfüllen.
  • Alle, die nicht geimpft oder nicht genesen sind, müssen bei der Einreise einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen.
    • Dies gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel und unabhängig davon, aus welchem Land man kommt.
    • Vier bis sieben Tage nach der Einreise müssen sich mit einem negativen Test ins Land gekommene Personen noch einmal testen lassen.
    • Ausnahmen von der Test- und Formularpflicht: Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Transitreisende, die in der Schweiz keinen Zwischenhalt machen, Personen, die beruflich Güter und Personen transportieren, sowie unter 16-jährige Kinder und Jugendliche.
  • Risikogebiete mit einer besorgniserregenden Variante werden ab dem 26. November mit dem Aufkommen der Omikron-Variante wieder definiert. Das BAG hat zu den teils komplexen Regeln bei der Einreise, beispielsweise zu Test- und Kontaktdatenerhebungspflicht, ein FAQ verfasst.
  • Widerhandlungen gegen Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie werden explizit als Straftatbestände aufgeführt und können teilweise mit Ordnungsbussen bestraft werden. Lesen Sie dazu auch unsere Erläuterungen.
    • Die Höhe der Busse beträgt je nach Delikt zwischen 50 und 200 Franken.
Zuletzt aktualisiert am 30.11.2021, 15:30

Ab dem 1. Dezember müssen Kinder im Kanton Zürich ab der 4. Primarschulklasse wieder Masken tragen. Die Massnahme ist vorerst bis zum 24. Januar befristet.

Zuletzt aktualisiert am 25.11.2021, 15:45

Tägliche bestätigte Neuinfektionen in Zürich

Durchschnitt der letzten 7 Tage
30.11.202111.2.20217.5.202004258501,2751,700234

Alle Zahlen und Grafiken zur Schweiz und zum Ausland finden Sie in der ständig aktualisierten Übersicht.